19 Uhr. Spirituelle Belästigung ala Kirchenglocke dröhnt durch die Luft. Ein Tag zum Wegwerfen. 300 € seid 15 Tagen nicht da und ich habe eine Befürchtung verarscht zu werden. Nach 2 Bier beschleicht einen das Gefühl von: Ist mir doch egal, oder: Ich kenne einen guten Freund, der einen Freund hat, der ständig sagt: Ist mir doch egal.
Könnte lustig sein, ist nur völlig irrelevant, oder auch: Auch das ist mir egal.
nach langer Zeit habe ich mal Langeweile, meine Sachen sind noch nicht da. Wohne ich hier überhaupt? Ich kann nichts tun, weil die Zecke vom anderen Ufer immernoch da ist und keine Anstalten macht, mal etwas von seinem Zeug wegzuräumen, Akascha nicht in sein Zimmer kann und ich folglich keinen Platz habe. Einen Monat ist noch Zeit.
Wenigstens das dicke Tier fühlt sich wohl, ich habe es mal Katze genannt, schaut mich an, zwinkert und schnurrt. Neben mir liegt ein etwa 40 Jahre alter Teddy ohne Augen.
Was macht man, wenn man Langeweile hat? Zeitung von Akascha gefunden, Vogue, 6 €. Lauter Klamotten, ein Kleid für 1280 €. Wer bitte kauft sowas?
Sagte ich schon, dass Bier toll ist? *g*
Ich könnte die Wanderhure lesen, habe aber gerade keine Lust auf Tragödien.
Befürchte einen Knick in der Pupille, oder eine durchgebrannte Sicherung, da mir Lampe Nummer drei auf dem Boden nicht aufgefallen ist.
Es ist stürmisch, dennoch warm und ganz langsam überziehen immer bunter werdende Bäume die Landschaft. Glonn wird mir fehlen, mit seiner Einsamkeit, den Wäldern und weiten Feldern, der Blick auf die Berge an klaren Tagen. Manchmal stand ich oben auf einem Hügel und blickte in die Ferne. Was einst mein Zuhause war, löst sich nun langsam in Erinnerung auf. Bald kommt der letzte Schritt, das endgültige Loslassen und mir manchmal nicht wohl bei dem Gedanken.
Lohe
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